mardi 29 juillet 2014


Zu Hause angekommen nach der Sitzung zur Ausstellung on site off space. Wir diskutierten über die Nutzung des Blogs. Wo beginnt die Ausstellung? Wo beginnt die Öffentlichkeit? Was ist Spiegel von was? Mir fällt das Wort Antispiegel aus dem Ausstellungstext im Kasko ein. Wie soll so ein Blog für eine Ausstellung genutzt werden? Geht es in dieser Ausstellung um das Unfertige, den Prozess, die Auseinandersetzung mit der Gruppe, die Künstlerrolle, die Öffentlichkeit? Wie Affen im Zoo können wir bei der Arbeit beobachtet werden. Was ist der Einfluss von Aussen? Was beeinflussen wir als Gruppe? Die Begriffe Genie und unzeitgemäss fallen. Wir werden vor Ort arbeiten. Immer fort. Ich behaupte aber es gibt den Ort nicht. Der Ort ist der Kopf. Was ist der Mehrwert dieses Blogs im Vergleich zum Ausstellungsraum? Der White Cube bleibt. Eine künstliche Situation wird aufgebaut. Ob durch die Architektur oder durch numerische Codes gegeben. Die Öffentlichkeit ist aber eine andere. Die Aufmerksamkeit auch? Die Dauer bestimmt. Das Netz bleibt. Die Ausstellung geht. Die Spuren unverwischbar in den Weiten des Webs. Die Ausstellung geht vielleicht vergessen. Einzelne Werke und Momente bleiben. In den Köpfen eines jeden Einzelnen. Der Unterschied ist vielleicht, dass im Netz im Nachhinein eine Gleichzeitigkeit suggeriert wird, eine Vernetzung sichtbar gemacht wird, die physisch nie so wahrgenommen wurde.
Bist du ein analoger oder ein digitaler Mensch?
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mardi 24 juin 2014

on site off space // Kunst Raum Riehen

on site off space

29. August bis 14. September
Studierende der HGK FHNW 
Die ursprüngliche Frage der Ausstellung „on site off space“ war, ob die Veröffentlichung des Werkprozesses, der künstlerischen Urschöpfung erkenntnisreich sein kann, ohne zwingend zu einem vermeintlich „fertigen“ Resultat kommen zu müssen. Was erzählen Werkspuren und Werkzeuge über den Künstler und seine Methodik? Darf in die Dunkelkammer der Kunstgenese geschaut werden oder sollte die Rezeptur verborgen bleiben? Ab wann ist ein Werk beendet, sei es auch ephemer und/oder situativer Natur? Und was, wenn das Finale in der Ausstellungssituation nicht zwangsläufig erkennbar wird? Oder ergibt die Spurensicherung eine mögliche Konklusion für den Betrachtenden? Studierende und Absolventen des Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst HGK FHNW in Basel werden den Kunst Raum Riehen für 3 Wochen als Produktionsort nutzen, werden on site arbeiten, sich jedoch nicht von einer Vernissage zur Vollendung der Werke bedrängen lassen, sondern die Ausstellungszeit als Arbeitszeit begreifen. Sie werden den Kunst Raum als Verortung potentieller Werk- und Arbeitsoptionen benutzen und somit den Rezipienten und seinen Drang nach Verständnis im Vollendeten hinterfragen. Die Abgrenzung zum Workshop ergibt sich durch die dezidierte Hinwendung zum Werk(prozess) und Ort und nicht durch eine thematische Vermittlung. Die Wahl, Künstler in Ausbildung, in jenem offenen und diskursiven Zeitfenster ihrer Karriere dafür zu gewinnen ist nicht Mittel zum Zweck, sondern immanent konzeptuelle Anlage der Ausstellung.

Ein Ausstellungsprojekt von Nicolas Kerksieck und Philipp Gasser